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Bestatter sucht Frau
Wahnsinn, wenn der eigene Mann einen nicht nur ins Bett, sondern gleichzeitig auch unter die Erde bringt. Formatentwicker Good Times Fehrnseproduktion ist dabei, für Pro7 ein Plagiat zu Bauer sucht Frau von RTL zu entwickeln. Bei Erfolg kann sich Deutschlands TV-Gemeinde auch schonmal auf „Toilettenfrau sucht Manager“ und „Extremsklave sucht Domina“ einstellen.
Für den Normalo-Bürger sind solche Shows allerhöchstens unterhaltsam, warum unbedingt eine bestimmte Berufsgruppe an Frauenmangel leidet, scheint dem Bürohengst von Heute vollkommen unerklärlich. Doch während der Angestellte im Büro immerhin noch Kontakt zur hübschen Sekretärin hat, welche er gegebenenfalls noch dreist begrapscht, so bleibt dem armen Bauern oftmals nur das Besamen seiner Kühe.
Berufe können durchaus ein großes Liebeshindernis sein; sei es die mangelnde gesellschaftliche Akzeptanz oder einfach der Schichtdienst: Nachts um 3 ist im Park einfach schlecht flirten, das ist Fakt. Der Beruf des Bestatters ist relativ einträglich, sicher (gestorben wird immer) und auch von den Arbeitszeiten mit der Familienplanung vereinbar- das große Manko liegt allerdings in der Assoziation mit dem Tod, der in unserer Gesellschaft meist verdrängt wird.
Jobs, die mit Müll, Schmutz, Sterben zu tun haben, also Dingen, an die wir möglichst nicht einmal denken, sind auch für das Beziehungsleben meist nicht besonders förderlich- zumindest was das erstmalige Kennenlernen angeht.
Hier sei angeraten, das Gespräch nicht unbedingt über den Job zu starten, sondern sich erst einmal kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen- „seltsame“ Berufe haben keine seltsamen Menschen zur Folge, das Problem liegt vielmehr im Kopf der meisten Menschen.
In Singlebörsen gibt meist ebenfalls Angaben zum Berufsfeld, wer hier jedoch nicht alle Interessenten abschrecken will, sollte eher „Dienstleistungsbereich“ oder Ähnliches eintragen- ist der erste Kontakt erst einmal hergestellt, sieht der potentielle Partner leicht über einen ungewöhnlichen Beruf hinweg.
Wer auch selbst eher ein schräger Typ ist, kann gerade mit Jobs wie Tätowierer gleichgesinnte anlocken, insgesamt gilt es, eher individuell als konform zu sein, um Besucher für sein eigenes Profil zu interessieren… der zwanzigste Büroangestellte in Folge lädt förmlich zum sofortigen wegklicken ein!

